Klassisch reiten mit Esra Ruhland

Ausbildung für Pferd & Reiter

Die Seitengänge

Seitengänge gelten als Allheilmittel bei reiterlichen Problemen, sie fördern die Beweglichkeit, die Tragkraft und den Schwung - wenn es natürlich auch korrekt gearbeitet wird!

Beim Schulterherein bewegt sich das Pferd auf drei Hufschlägen. Dabei ist die Schulter des Pferdes (daher auch der Name der Lektion) so weit hereingeführt, dass das äußere Vorderbein genau in einer Spur mit dem inneren Hinterbein fußt.

Hier sehen wir auf einem Zirkel an der Hand Schulterherein - das deutlich aktive Hinterbein.

Hilfe - "Das Schulterherein so reiten, als ob man ständig eine Volte beginnen möchte."

Wenn Schulterherein im Schritt gut klappt, dann erst antraben oder angaloppieren. Kommt das Pferd aus dieser Position gleich wieder raus (Pferd ist unbequem zu sitzen) gleich zurück in Schritt und erst wieder Schulterherein arbeiten – Pferd kaut, Genick ist frei, Hals ist locker, und jetzt erst wieder antraben oder angaloppieren. Von Mal zu Mal wird das Pferd sich im Trab oder Galopp selber in der richtigen Kopfhaltung – in Selbsthaltung tragen können mit einem bequemen Rücken (Rücken ist aufgewölbt, weil die Hinterhand mehr trägt). Immer Loben, damit das Pferd weiß – ich mache es richtig!

Durch weitere Seitengänge, wie Travers und Renvers werden die Gänge immer schöner, im Gleichgewicht ausbalanciert, und das Pferd behält Spaß an der Arbeit.